Die Steiermärkische Landesbibliothek im Joanneumsviertel: Christoph Binder im Interview
Was verändert sich für die Benutzerinnen und Benutzer der Steiermärkischen Landesbibliothek im Joanneumsviertel?
Nach Jahrzehnten der bedrückendsten Raumnot, der Improvisationen und der zeitraubenden Außendepots wird den Benutzerinnen und Benutzern erstmals in völlig neu gestalteten, modernen und zweckmäßigen Räumen in angenehmer Atmosphäre das komplette Angebot der Landesbibliothek zur Verfügung stehen. Großzügige Freihandbereiche, ein Ausstellungs- und Vortragsraum, Zeitschriften- und Sondersammlungsleseräume, Kinder- und Jugendbuchräume sowie Dissertantenarbeitsplätze runden das neue Raumkonzept ab.
Verändert sich auch etwas für die umfangreichen Sammlungsbestände?
Die Sammlungsbestände, erstmals an einem einzigen Ort (Tiefspeicher und besonders gesicherte Tresorräume) zusammengeführt, werden in Zukunft in zunehmendem Maß durch moderne Medien ergänzt und entsprechend den Leserinteressen und Benutzer/innen-Bedürfnissen weiter ausgebaut.
Können die Leserinnen und Leser die Bibliothek auch während des Umbaus benutzen?
Die Landesbibliothek bleibt auch während des Umbaus für das Publikum zugänglich (im Hof des Steiermärkischen Landesarchivs am Karmeliterplatz), wenn es auch durch die Aufteilung der Bestände auf mehrere Außendepots zu Verzögerungen bei der Bereitstellung kommen kann.
Was macht die Steiermärkische Landesbibliothek im Kontext des Bibliotheken-Angebots in Graz so besonders?
Die Landesbibliothek nimmt einerseits durch den absoluten Steiermark-Schwerpunkt und anderseits durch die Kombination von wissenschaftlichen und für das breitere Lesepublikum interessanten Beständen eine Mittlerstellung zwischen kleineren öffentlichen Bibliotheken und den Universitätsbibliotheken ein.
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Derzeit eine Baustelle, ab 2011 eines der modernsten Museumszentren Europas: das Joanneumsviertel
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“Das Joanneumsviertel ist der zweitgrößte Museumskomplex in Österreich. Jetzt liegt es an den Verantwortlichen, daraus eine noch größere Erfolgsgeschichte zu machen.”
Hermann Schützenhöfer, LHStv. Stmk.




